Theaterprojekt - Alles nur ein Spiel

„Ist doch nur ein Spiel. Wer sich an die Regeln hält und mitspielt, kommt durch ... so einfach ist das. Und wer sich gegen die Regeln stellt, verliert. Der kriegt Druck, von Lehrern, von zu Hause, von der Gruppe ... egal ... wer unbedingt kämpfen will, der muss nun mal damit rechnen zu verlieren, die anderen sind eh immer in der Überzahl ... Und wer das Spiel nicht schafft, fällt durchs Raster ...“


Fotoalbum

Einleitung

Gewalt hat viele Gesichter. Sie lässt sich nicht auf das Offensichtliche reduzieren. Oft genug findet sie im Verborgenen statt, hat sich festgesetzt in den alltäglichen Strukturen. Leistungsdruck, Mobbing, Gruppenzwang sind Bestandteil jeder Biografie. Die Rituale von Anpassung und Ausgrenzung sind längst verinnerlicht, funktionieren unbemerkt und tadellos ...

„Lasst mich doch alle in Ruhe ... Verdammt noch mal, könnt ihr mich nicht einfach mal in Ruhe lassen ... könnt ihr nicht zur Abwechslung mal auf jemand anderem rumtrampeln ... ich mach mich schon selber fertig, das braucht ihr nicht auch noch zu machen ...“

Schülerinnen und Schüler des Christian-Doppler-Gymnasiums entwickelten gemeinsam mit Theaterschaffenden des Schauspielhauses ihr eigenes Stück zum Thema Gewalt. Ausgangspunkt ist die Perspektive der Jugendlichen, sind persönliche Erfahrungen und Wahrnehmungen. Auf den Proben im Klassenzimmer und auf den Bühnen des Schauspielhauses entstanden in Improvisationen Geschichten und Figuren. Die Textwerkstatt gab ihnen Sprache, die Musikwerkstatt setzte die Töne dazu.
„Alles nur ein Spiel?!“ ist ein Stationendrama, das in Schlaglichtern den schulischen Alltag zeigt, ein Kaleidoskop der Erfahrungen, das auf mehreren Ebenen von der alltäglich erlebten, oft unterschwelligen Gewalt erzählt.

„Was soll das heißen – anders? ... Natürlich bin ich anders als die anderen, ich bin ja schließlich ich und nicht wer anderes ...“

Mitwirkende Schülerinnen und Schüler

Dorothea Beck-Managetta, Asli Karagöz, Sophia Kremser, Luka Markovic, Suzana Milanovic, Katrin Strasser, Maria Wuchse, Gizem Yalcin, Mariah do Nascimento, Gabriella Nussbaumer, Laura Staudinger, Threresa Frauenschuh, Nadine Linortner, Iris Marko, Julia Papaioannou, Beatrice Plötzeneder, David Szekieta, Renata Trajkova, Nina Wewerka, Angelika Gradl, Christoph Kametriser

Vielen Dank an die unterstützende Pädagogen:
Prof. Mag. Claudia Dörrich
Prof. Mag. Renate Sagmeister
Prof. Mag. Josef Hofer (Direktor)

Das Ensemble

Regie: Ogün Derendeli
Schauspieler und Impro-Coaches: Daniela Gnoycke, Oliver Hildebrandt, Thomas Pfertner, Christiane Warnecke
Textwerktstatt: Christoph Batscheider
Autorin: Susanne Wende
Musikwerkstatt und Komposition: Fabio Buccafusco
Beleuchtung & Lichtdesign: Hubert Schwaiger
Theaterpädagogische Betreuung: Petra Schönwald
Produktionsleitung: Mag. Vera Pienz

Termine

Premiere: 24. Juni 2009 im Schauspielhaus Salzburg
Stückdauer: ca. 70 Minuten
Altersempfehlung: ab 13 Jahren

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Macht - Schule - Theater

EIN PROJEKT DER INITIATIVE „WEISSE FEDER“ DES BMUKK
IN KOOPERATION MIT KULTURKONTAKT AUSTRIA UND DSCHUNGEL WIEN
Das Projekt „Macht/schule/theater“ wurde vom BMUKK im Rahmen der Initiative „Weiße Feder“ gestartet und ist auch ein Projekt zum Europäischen Jahr der Innovation und Kreativität. In der Zusammenarbeit von Schule und Theater wird neben den künstlerischen Erfahrungen, die die Schüler und Schülerinnen machen, auch die Basis für einen breiten Diskurs zum Thema Gewalt und ihre Auswirkungen gelegt.
Dieses bundesweite Theaterprojekt vernetzt neun Theaterbühnen, um gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern unter professioneller Anleitung Theaterstücke zum Thema Gewalt bzw. Gewaltprävention zu erarbeiten, zu inszenieren und auf die Bühne zu bringen. Darüber hinaus stellen sich die jungen Künstlerinnen und Künstler den Fragen des Publikums. Dieser Dialog ist ein wesentlicher Bestandteil in der Auseinandersetzung mit einem Thema, das weit über den schulischen Alltag hinausgeht.

www.machtschuletheater.at
www.weissefeder.at